Man schreibt das Jahr 1957. Die Bundeswehr ist zwei Jahre jung. Die Luftwaffe hat im Fliegerhorst Wahn Einzug gehalten. Die Unteroffiziere hatten bereits einzelne Kameradschaften ins Leben gerufen. Dies nahm man zum Anlaß, im Jahre 1957 die Unteroffizierkameradschaft Wahn zu gründen. Damit alles seine Ordnung hatte, erfolgte am 10. Dezember 1957 die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln.

Der Fliegerhorst WAHN befindet sich auf dem Gelände des alten Truppenübungsplatzes WAHNER HEIDE, des ältesten Truppenübungsplatztes Deutschlands.

Seit rund 170 Jahren sind auf der WAHNER HEIDE Soldaten stationiert. Die im Zusammenhang mit der Reorganisation des preußischen Heeres nach den Befreiungskriegen aufgestellten Ausbildungsrichtlinien forderten die Ausbildung des Heeres im gefechtsmäßigen Schießen mit Kriegsmunition. Es mußten dazu Schießplätze errichtet werden, auf denen die verschiedenen Waffengattungen ihre Scharfschießübungen durchführen konnten. So wurde im Jahre 1817 die WAHNER HEIDE zum Artillerieschießplatz für die zur Festung Köln gehörende 7. Artillerie-Brigade.

Seit über 80 Jahren ist WAHN mit der Fliegerei verbunden. Im Jahre 1913 wurde eine Rumpler Taube mit Oberleutnant Hantelmann stationiert. Außer einem Fesselballonkommando wurde 1915 ein Flieger- und Luftschiffkommando, letzteres unter Führung des weltbekannten deutschen Luftschiffkapitäns Ernst Lehmann, auf dem Truppenübungsplatz WAHNER HEIDE stationiert.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges bauten die britischen Streitkräfte ab August 1945 den Feldflugplatz zum Fliegerhorst aus. Von hier unterstützte die Royal Air Force in den Jahren 1948/49 die Luftbrücke zur Versorgung der eingeschlossenen Stadt Berlin. 1957 übergab die Royal Air Force den militärischen Teil des NATO-Fliegerhorstes an die Deutsche Luftwaffe, die Roll- und Startbahnen wurden der neu gegründeten privaten Köln-Bonner Flughafengesellschaft übergeben. Ein weiterer Teil der Wahner Heide wird heute von den belgischen Streitkräften mit ihren Kasernen bei Altenrath und Spich und dem Truppenübungsplatz WAHNER HEIDE genutzt. Der deutsche militärische Teil des ehemaligen britischen NATO-Fliegerhorstes ist aufgeteilt in die Kasernenbereiche der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung und der Luftwaffenkaserne in Köln-Porz-Wahnheide. Hier sind die drei Höheren Kommandobehörden und weitere Stäbe der Luftwaffe stationiert. Mehr als 6000 Menschen sind in den beiden Kasernenbereichen beschäftigt, ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor in dieser Region.